Anlagenentwurf für Zuverlässigkeit

Eine Anlage ist nicht dafür ausgelegt, Fehler zu produzieren

Zustandsverschlechterung verlangsamen.
Schäden erkennen und beseitigen, bevor sie Störungen auslösen.
Den gewünschten Zustand wieder herstellen.
Zu minimalen Kosten

Instandhaltung

Instandhaltung beschäftigt sich mit Schäden. Diese sind unerwünscht und sollten vermieden werden.

Kein einziges Computerprogramm, kein Outsourcing, kein Benchmarking, kein Audit, keine Zertifizierung verhütet auch nur einen einzigen Schaden.

40 – 75% Störungen weniger innerhalb des ersten Jahres erzielen weltberühmte Anwender!

Schäden an den Betriebsmitteln bekämpfen

  • „Wartung“ verhütet oder zumindest verlangsamt Zustandsverschlechterungen durch Reinigen, Schmieren, Imprägnieren und Konservieren
  • „Inspektion“ kontrolliert den Zustand oder die Funktion, um Zustandsverschlechterungen und
  • „Instandsetzung“ (oft auch „Reparatur“ genannt) beseitigt einen Schaden und stellt einen gewünschten Zustand (nicht unbedingt den Neuzustand) wieder her

Funktionsbereiche der Instandhaltung

Verminderung der Anzahl der Ereignisse (meine Vorstellung von „Vorbeugender Instandhaltung“)

  • Beseitigung von Schwachstellen (an denen immer wieder „Chronische Schäden“ auftreten)
  • Beseitigen der Ursachen unzulässiger „Schäden“ (Null Fehler Management)
  • Verlangsamen von Zustandsverschlechterungen durch „Wartung“ Reinigen, Schmieren, Imprägnieren, Konservieren)
  • Systematisch schadensverhütende Konstruktion neuer Anlagen (Reliability and Maintainability)

Optimierung des Arbeitsaufwandes je Instandhaltungs-Leistungseinheit

  • Anwendung rationeller Technologien
  • Vermeidung von Leerlauf

Minimierung der Indirekten Materialkosten für die Instandhaltung

  • Optimierung der Lagerhaltungskosten, die durch die Bevorratung entstehen (Vermeidung unwirtschaftlicher Vorräte durch alternative Bereitstellungsverfahren und Optimierung der evtl. Vorratsmenge)
  • Minimierung der Fehlmengenkosten, die durch Fehlen von Material im Bedarfsfall entstehen (Sicherstellung der Verfügbarkeit bei Berücksichtigung der potentiellen Ausfallkosten)
  • Optimierung der Indirekten Ausgabekosten (rationelle Entnahmeverfahren, die den Leerlauf der Instandhaltung minimieren)
  • Optimierung der Indirekten Beschaffungskosten (wirtschaftliche Bestellmengen, rationelle Beschaffungsverfahren)

Wo und wie sollten und können Sie Ihre Instandhaltung optimieren?

  • Wie messen Sie quantitativ an den Ergebnissen , welche der vorstehend genannten Funktionsbereiche bei Ihnen verbessert werden sollten?
  • Mit welchen Verfahren können Sie Kosten sparen?
  • Wie berücksichtigen Sie, dass die Mehrheit aller bei Ihnen vorkommenden Schäden überhaupt nicht aus technischen Gründen entsteht, sondern durch organisatorische Fehler „gemacht“ wird?
  • Auch hier gilt: Istzustands-Analysen der Aufbau- und Ablauforganisation zeigen Ihnen nicht zuverlässig, wo und wie Sie eingreifen sollten.

Was verstehen viele Leute unter „Vorbeugender Instandhaltung“?

Seit vielen Jahrzehnten träumt „man“ davon, alle (oder zumindest die meisten) Schäden mit periodischer Instandsetzung (Teilewechsel, Überholung, Revision) zu bekämpfen. Auf diese Weise möchte man die Instandhaltungsarbeiten planbar und langfristig steuerbar machen. Als Musterbeispiel nennt man (fälschlicherweise) die Verkehrsluftfahrt, die angeblich nach vorgegebenen Betriebsstunden die Flugzeuge demontieren und die Komponenten unabhängig von ihrer tatsächlichen Abnutzung erneueren.

Wir wissen spätestens seit 1960, dass dieses Verfahren

  • schädlich ist (d.h. die Zuverlässigkeit der Systeme im Gegenteil verschlechtert), weil hierbei zusätzliche Schäden erzeugt werden, die vorher noch gar nicht existiert hatten
  • unwirtschaftlich ist, weil sie wegen der weiten statistischen Streuung der effektiven Nutzungsdauer die wirkliche Nutzungsdauer der einzelnen Komponenten nicht ausschöpft, sondern die meisten Komponenten weit vor Ablauf ihrer individuellen Nutzungsdauer  – d.h. viel zu häufig – erneuert
  • teuer ist, weil es unnötig häufige und lange Stillsetzungen erfordert.

Außerdem wissen wir seit 1990, dass nur die Minderheit der Schäden (und die daraus resultierenden Störungen) an Komponenten auftreten, von denen wir das individuell  normalerweise  (an Verschleissteilen) oder anormal (an bekannten oder zu rekonstruierenden „Schwachstellen“) erwarten können.

Wenn Sie mehr als 10% Ihrer Instandhaltungskosten für periodische Instandhaltung ausgeben, verschwenden Sie Ihr Geld!

Ihre einzige Alternative lautet: Schäden vermeiden (nicht versuchen, sie zu beherrschen; das können Sie nicht)!