SIX Sigma

Qualität quantitativ messen

DMAIC: define, measure, analyze, improve, control

DMADV: define, measure, analyze, design, verify

Was ist Six Sigma?

In englischer Sprache finden Sie eine ausgezeichnete, ständig aktualisierte Website: http://www.isixsigma.com, Dort gibt es folgende Erklärung für Six Sigma:

Six Sigma bedeutet in vielen Organisationen lediglich eine Meßgröße für das  Qualitätsmanagement, das Perfektion anstrebt.  Six Sigma ist eine disziplinierte, auf Zahlen basierende Vorgehensweise, Fehler auszumerzen in allen möglichen Prozessen, von Fabriken bis Dienstleistungen.

Statistisch ausgedrückt beschreibt Six Sigma, wie exakt ein Prozess funktioniert. Um  Six Sigma zu erreichen, darf ein Prozess nicht mehr als  3,4 Fehler je 1 Million Fehler-Möglichkeiten aufweisen.. Ein  Six Sigma Fehler wird definiert als jegliche Abweichung von Kundenvorgaben. Eine Six Sigma Fehlermöglichkeit beschreibt dabei die Gesamtzahl aller in dem Prozess überhaupt möglicherweise auftretenden Fehler. Man kann den eigenen Sigmawert bequenm mit einem  Six Sigma Rechner ermitteln.

Die Six Sigma-Methodik strebt an, eine auf quantitativem Messen basierte Strategie zu entwickeln, um Prozesse zu verbessern und Abweichungen bzw. Streuungen einzuschränken. Hierbei bedient man sich eines Six Sigma Verbesserungs-Projektes. Dabei wendet man eines von zwei Verfahren: DMAIC oder DMADV. Das Six Sigma DMAIC-Verfahren  (definiere, miss, analysiere, verbessere und kontrolliere) dient der Verbesserung von bereits existierenden Prozessen, deren Qualität bisher nicht befriedigt. Dagegen dient das  Six Sigma DMADV-System (definiere, miss, analysiere, plane/konstruiere, überprüfe) dazu, die Entwicklung neuer Prozesse und Produkte zu optimieren, so dass sie Six Sigma-Niveau erreichen; man kann DMADV auch anwenden, um einen bereits existierenden Prozess grundsätzlicher zu optimieren. Beide Six Sigma Verfahren werden von Six Sigma-Spezialisten betreut, sogenannten “ Six Sigma Green Belts“ und „Six Sigma Black Belts“, und überwacht von  „Six Sigma Master Black Belts“.

Nach Mitteilung der Six Sigma Academy erzielten „Black Belts“ Einsparungen von $230.000 je Projekt und können vier bis sechs Projekte je Jahr abwickeln. General Electric, einer der erfolgreichsten Anwender, schätzt, größenordnungsmäßig Kosten von 10 Milliarden US-$ während der ersten fünf Jahre eingespart zu haben (seit 1995).

Es gibt viele Möglichkeiten, Six Sigma einzuführen. Six Sigma Consultants wenden in der ganzen Welt geschützte Methoden an, wobei sie ähnliche Verfahren und Werkzeuge benutzen.

Meine Position zu Six Sigma

Ich, Horst Grothus, bin kein derartiger Six Sigma Consultant, wenn auch meine Vorgehensweise  Null Fehler Management verschiedenen der vorgenannten Grundsätze folgt.

In Folgendem unterscheidet sich meine Vorgehensweise vom Six Sigma:

  • Ich unterstelle nicht, dass Chronische Vorfälle vorherrschen (sondern ich erwarte eher sporadische Vorfälle)
  • Daher interessieren mich die Besonderheiten der Aktiven Fehler und auslösenden Mängel einer einzelnen Vorfälle weniger. Diese durch entsprechende Gegenmaßnahmen zu beseitigen, würde bei einem Sporadischen Vorfall  lediglich vermeiden, dass sie sich identisch wiederholen kann. Dies aber ist nach Definition bei Sporadischen Vorfällen ohnehin nicht zu erwarten, weil diese sich eben nicht wiederholen (was nur bei Chronischen Vorfällen zu erwarten wäre). Ich benutze die sorgfältige Analyse einer statistisch repräsentativen Stichprobe von Vorfällen  lediglich, um Hinweise auf übergeordnete, flächendeckende Mängel („Basis-Risikofaktor“) zu finden und diese zu beseitigen.
  • Ich gehe davon aus, dass nahezu alle Vorfälle durch mehrere gleichzeitig wirkende Kettenreaktionen ausgelöst werden
  • In den auslösenden Kettenreaktionen wirken praktisch immer menschliche Fehler. Ich halte es für unmöglich, im voraus vorherzusagen, welche und wie viele verschiedene Fehler Menschen  begehen können. Daher sehe ich mich weder im Stande, den wirklich zu erwartenden Sigma-Wert auszurechnen, noch alle Maßnahmen zu bestimmen, mit denen jeglicher Fehler verhütet werden könnten.
  • Six Sigma unterstellt überdies, dass die zu erwartenden Fehler innerhalb der Gauss’schen Normalverteilung (symmetrische Glockenkurve) auftreten. Dies trifft in vielen Fällen nicht zu. Z.B. folgt der Ausfall technischer Komponenten  oft eine Logarithmischen Normalverteilung (Asymmetrische Kurve, mehr hierüber finden Sie unter diesem Stichwort mit jeder Suchmaschine; wie man sie mathematisch zu der Weibull-Funktion ableitet, finden Sie bei http://www.ReliaSoft.com).
  • Ich betrachte  Allgemeine Risiko-Ursachen (permanent und überall in der Organisation wirksame Management-Mängel) als die wirklichen Ursachen aller Störungen und unterstelle darum, dass sie ausgemerzt werden müssen.
  • Das Gleiche gilt im Prinzip auch für  Chronische Vorfälle, da sie nur existieren können, weil das Management bisher nichts gegen sie unternommen hat. Hier allerdings existieren offenbar auch zusätzlich individuelle, permanent auf diese Stelle wirkende (oft technische) Mängel, die abgestellt werden müssen. Daher identifizieren wir bei Chronischen Vorfällen zusätzlich auch diese individuellen Mängel und stellen sie ab.
  • Ich  verlasse mich daher nicht ausschließlich auf „pro-active“ Maßnahmen (die direkt auf den unmittelbaren Auslöser eines aufgetretenen Vorfalls  zielen); vielmehr sammele ich zunächst eine statistisch repräsentative Anzahl von Daten aus Fehleranalysen und identifiziere von ihnen die Schwerpunkte Allgemeiner Risiko-Ursachen und ihr Risiko-Profil.

http://www.6-sigma.de

According to the U.S. Patent and Trademark Office (PTO), Six Sigma is a registered trademark of Motorola (Serial Number: 74199225, Registration Number: 1813630).